Cannabis Gutachten

Legalize it!

Die Summen zur Unterstützung des „Kampfes gegen Marihuana“ wachsen täglich und immer mehr Jugendliche werden in das soziale Abseits gedrängt. Heute ist Kiffen ein Phänomen der Masse geworden, denn  mindestens 7  Millionen kiffen alleine in Deutschland. Sind dies alles Verbrecher?

Sehr geehrte Damen und Herren, was denken Sie, wie es um den psychischen Zustand gestellt ist, in solch einer Unterdrückten und ins Abseits gedrängten Situation? Können Sie sich nicht auch erklären, dass solche Gemütszustände über Jahre zu tiefen Psychosen führen können? 
Doch die Diskussion in Deutschland kommt nicht in Bewegung. Nach wie vor haben die Polizeibeamten die staatlich indoktrinierten Vorurteile über Marihuana fest in ihrem Innern, und Juristen & Richter steuern eher zur Kriminalisierung als der Entkriminalisierung bei.  Dies alles durch die Angst vor den Mächtigen in UN und vor allem den USA, in welchem Staat wir ein Marijuana Kollaps erleben und noch massiver erleben werden.

Hier findet eine eindeutige Diskriminierung einer Minderheit statt, welche sicherlich schon viele Menschen das Leben gekostet hat, nicht der Konsum von Marihuana, von welchem man rein biologisch niemals sterben kann.

 

Das Aufführen von Cannabisprodukten in der Anlage 1 zu § 1 BtmG mit der Folge, dass das Umgehen mit Cannabisprodukten jeglicher Art und Menge unter Strafe gestellt und Geldstrafe oder Freiheitsstrafe für das Umgehen mit Cannabisprodukten verhängt werden kann, ist unter Würdigung des gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes mit wesentlichen Regelungen des Grundgesetzes nicht zu vereinbaren, mithin verfassungswidrig.

Art. 2 Abs. I GG schützt alle Formen menschlichen Verhaltens unabhängig davon, in welchem Grad sie zur Entfaltung der Persönlichkeit beitragen (vgl. BVerfGE 6, 32, 36; 54, 143, 146; 80, 137; 152 ff). Der Bundesgesetzgeber verbietet in den §§ l Abs. l, 29 ff. BtmG i. V. m. der Anlage I zu diesem Gesetz Handlungen, die dem Konsum von Cannabis notwendig vorausgehen oder ihn begleiten, nämlich Anbau, Erwerb, Besitz, Veräußerung und Einfuhr. Diese Handlungen stellt der Bundesgesetzgeber unter Strafe. Damit bezweckt er, den Konsum von Cannabis zu unterbinden. Er greift somit in den
Schutzbereich des Art. 2 Abs. l GG ein.

Der Umgang mit Cannabisprodukten gehört jedoch nicht zum absolut geschützten Kernbereich des Grundrechts, weil der Umgang mit Cannabis und das Sichberauschen hiermit auf Grund seiner vielfältigen sozialen Aus- und Wechselwirkungen über den Kernbereich der Persönlichkeitsentfaltungen hinausgehen (vgl. BVerfGE 90, 145 ff., 171). Unter Berücksichtigung dieser Auslegung des Art. 2 Abs. l GG ist daher dem Gesetzgeber von Verfassungswegen nicht grundsätzlich untersagt auch den Cannabiskonsum zu regeln. Allerdings müssen alle eingreifenden Regelungen des Betäubungsmittelgesetzes gemäß Art. 2 Abs. l GG Bestandteil der verfassungsmäßigen Ordnung sein. Sie müssen mithin den ungeschriebenen Verfassungsgrundsätzen sowie Grundentscheidungen des Grundgesetzes entsprechen (vgl. BVerfGE 80, 244, 255 mit
weiteren Nachweisen). Dazu gehört insbesondere, dass sich die eingreifenden Regelungen
als verhältnismäßig erweisen.

Das Aufführen von Cannabisprodukten wäre nur dann verhältnismäßig im verfassungsrechtlichen Sinne, wenn dies einen legitimen Zweck verfolgen und hierzu ein zulässiges Mittel eingesetzt würde. Das Mittel müsste sodann geeignet und schließlich auch erforderlich sein. Auch darf es zur Erreichung des Zwecks, kein weniger stark in die Grundrechtsausübung eingreifendes, aber gleich geeignetes Mittel geben. Schließlich dürfen die an sich geeigneten und erforderlichen Mittel keine Grundrechtseingriffe bei den Betroffenen bewirken, die im Vergleich mit der durch sie möglichen Zweckerreichung oder wenigstens Annäherung unangemessen sind (so das Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung zum Verhältnismäßigkeitsprinzip, vgl. m. w. N.: BVerfGE 61, 291, 312; 76, 196, 207; 83, l, 16; 90, 145, 172 ff.). Das so beschriebene Verhältnismäßigkeitsprinzip muss dabei im Bereich der Strafverfolgung durch den Staat besonders strikte Anwendung finden. Denn die Androhung, Verhängung und Vollziehung von Strafen bringen als Sanktionen von besonderem Ernst den Vorwurf zum Ausdruck, der Täter habe „elementare Werte des Gemeinschaftsleben verletzt" (vgl. BVerfGE 45, 187, 253). Aufgrund des daraus folgenden besonders intensiven Eingriffscharakters darf das Strafrecht nur als letztes Mittel angewandt werden. Bei einer verfassungsmäßigen Überprüfung strafrechtlicher Vorschriften kommt dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit eine gesteigerte Bedeutung zu (vgl. BVerfGE 6, 289, 433 ff.; 39, l, 47; 88, 203, 258). Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze erweisen sich die vorgelegten Vorschriften nicht als verfassungsgemäß.

Den zuvor ausgeführten Grundsätzen genügen die hier angegriffenen Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes nicht, jedenfalls nicht mehr. So verfolgen die angegriffenen Strafvorschriften schon keinen legitimen Zweck mehr. Dem Gesetzgeber steht zwar hinsichtlich der Frage, welche Zwecke er für derart wichtig hält, dass er ihre Erreichung mit den Mitteln des Strafrechts verfolgt, ein weiter Beurteilungsspielraum zu. Jedoch ist ein Zweck jedenfalls dann nicht mehr mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen, wenn offensichtlich ist, dass die hinter der Festlegung liegenden zielstehenden Erwägungen objektiv nicht mehr als zutreffend bezeichnet werden können (vgl. BVerfGE 13, 97, 107). In diesem Fall ist der Gesetzgeber von Verfassungswegen
gehalten, die entsprechenden Vorschriften zu überprüfen und den neuen Erkenntnissen anzupassen. Seine ehemals bestehende Einschätzungsprärogative und der damit verbundene Ermessensspielraum reduziert sich jedenfalls dann auf Null, wenn wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass von Cannabis lediglich geringe Gefahren ausgehen und auch dies nur für wenige Menschen (vgl. auch Schwitter, Die Vorverlagerung der Strafbarkeit beim unerlaubten Handeltreiben im
Betäubungsmittelstrafrecht , 1998, S. 78).

Ziele des Gesetzgebers waren bei Einführung der Straftatbestände des Betäubungsmittelgesetzes der Schutz der Volksgesundheit, der Familie und insbesondere der Jugend (vgl. BT - Drs. 665/10). Man ging davon aus, dass der Konsum von Drogen - darunter auch Cannabisprodukten - die Gesundheit ihrer Verbraucher in erheblichem Maße gefährde. Diesen Gefährdungen sollte mit einem umfassenden Umgangsverbot und einer ebenso umfassenden Pönalisierung begegnet werden (vgl.
RegE zum BtmG BT-Drs. 8/3551 S. 23 f.). Schon zum Zeitpunkt der Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1994 musste das Bundesverfassungsgericht feststellen, dass sich die von Cannabisprodukten ausgehenden Gefahren aus damaliger Sicht als wesentlich geringer darstellten, als der Gesetzgeber bei Erlass des Gesetzes angenommen hatte.

 

Das Cannabisverbot ist nicht rational begründet 
Vor dem Cannabisverbot auf der Genfer Opiumkonferenz von 1925 wurde keine einzige wissenschaftliche Studie zu den Auswirkungen von Cannabiskonsum eingeholt. Die Behauptungen mit denen Cannabis damals verboten wurde, waren unwahr und wurden später widerlegt. Jede grössere Untersuchung zu Cannabis in den letzten über 100 Jahren hat sich gegen eine Kriminalisierung der Konsumenten ausgesprochen (hier ist nur eine kleine Auswahl davon):

Alle diese Studien sprachen sich gegen ein Verbot bzw. für eine Cannabisentkriminalisierung aus. Tatsächlich gab es in über einem Jahrhundert keine einzige Regierungskommission weltweit die dieses Problem ausführlich untersucht hätte und nicht zum selben Ergebnis gekommen wäre. Das Verbot besteht also grundlos weiter, obwohl die ursprüngliche Begründung widerlegt wurde und das auch von zahlreichen, von Regierungen in aller Welt eingesetzten Kommissionen festgestellt worden ist.

Nach dem neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt sich diese Feststellung heute nicht mehr halten.

 

Eine neue Studie, im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums erstellt, widerlege, daß Haschisch eine Einstiegsdroge sei und den Umstieg auf härtere Drogen zur Folge habe. Danach hätte ein Viertel der Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren Cannabis-Erfahrungen. 95 Prozent hätten den Konsum jedoch wieder eingestellt. Nur zwei Prozent der Konsumenten seien psychisch abhängig von Haschisch. Letztere Zahl basiere nicht auf der Selbsteinschätzung der Betroffenen, sondern auf objektiv erhobenen Befunden.

Angesichts der geringen Gefährlichkeit und der weiten Verbreitung der Droge (mehr als sieben Millionen Menschen sollen in Deutschland zumindest gelegentlich Haschisch rauchen), sei ein Konsumverbot nicht zu begründen, meint Sack. Zugleich betonte der Richter, daß er „ein Leben ohne Drogen für erstrebenswerter“ halte. Er habe nie Haschisch konsumiert.

Die Karlsruher Ärztin Ingeborg Sibler, im Vorstand der Gesellschaft für Drogen- und Suchtmedizin, setzte andere Akzente. Sie lehnte den Begriff Rausch im Zusammenhang mit Cannabis ab. Anders als Alkohol stoße Cannabis-Genuß ein konsumkritisches Denken an. Auch Gesundheitsschäden durch Heroinsucht seien allein durch Illegalisierung verursacht, nicht durch die Opiate selbst. Sie betonte, daß Cannabis in der Medizin, etwa nach Chemotherapien, erfolgreich eingesetzt werden könnte. Als bei der Pressekonferenz angezweifelt wurde, daß aus dem medizinischen Nutzen einer Pflanze auf die Ungefährlichkeit auch harter Drogen geschlossen werden könne, antwortete die Ärztin gereizt:“ Es erschöpft mich, immer alles zu wiederholen. Sie hätten sich ja etwas vorbereiten können.“
Die Kleiber/Kovar-Expertise für das Bundesgesundheitsministerium, die aufgrund der Cannabisentscheidung in Auftrag gegeben worden war, hat gezeigt, dass die Risiken von Cannabiskonsum geringer sind als bisher noch allgemein angenommen wird. Die Kleiber/Soellner-Studie zeigte, dass nur eine relativ kleine Minderheit der Konsumenten (2-8%) psychisch abhängig ist und dass es unter langjährigen Konsumenten sogar weniger Probleme gibt als unter Konsumenten die erst seit kürzerer Zeit Cannabis verwenden. Die Repräsentativumfrage des IFT von 1997 in Verbindung mit der zeitgleichen Untersuchung im Auftrag des niederländischen Gesundheitsministeriums zeigte, dass Cannabiskonsum in Deutschland nicht weniger verbreitet ist (2,8 Prozent 30-Tageprävalenz in der Altersgruppe 18-59, in Westdeutschland sogar 3,0 Prozent) als in den Niederlanden (2,5 Prozent 30-Tageprävalenz in der Altersgruppe ab 12 Jahren). 
Auch die Studie des Schweizer Suchthilfeverbands SFA vom Februar 2001 ist hierzu interessant, zeigt sie doch, dass es in der repressiven Westschweiz (Romandie) nicht weniger sondern mehr Cannabiskonsumenten gibt als in der toleranteren Deutschschweiz oder im Tessin und gleichzeitig ein grösserer Anteil der Cannabiskonsumenten in der Westschweiz psychische und soziale Probleme hat. Die Cannabisprohibition ist also nach aktuellen Erkenntnissen nicht geeignet, Schäden zu minimieren, weshalb auch die SFA für eine Entkriminalisierung eintritt. 
Eine repressive Cannabispolitik kann also weder weniger Konsum noch weniger Probleme erzielen als eine auf Prävention und Schadensminimierung basierende Politik. Gleichzeitig kriminalisiert sie jährlich eine sechsstellige Zahl von Mitmenschen und verursacht Kosten von Hunderten von Millionen Euro pro Jahr. Damit ist keine der beiden Bedingungen erfüllt, die Voraussetzung sind, damit ein in Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes eingreifendes Gesetz mit dem Grundgesetz vereinbar ist. 
Andere, die sich durch die Veränderung der bekannten Ordnung erschreckt fühlen und Angst äußern, haben meist Hingabeschwierigkeiten, die Unmöglichkeit, sich dem Gleitenden, Fließenden anzuvertrauen; ihnen ist ein phobisches Strukturbild eigen. Die Zwangsneurotiker lehnen die Haschischanwendung meist ab, weil jede Änderung des Festgefügten ihnen widerstrebt; es sei denn, es drängt sie zwischenzeitlich zu Triebdurchbrüchen aus dem ordnungsbetonten Gefüge. Für den Hysteriker öffnet sich im Haschischrausch die farbige Szene der Rolle, die ihm von der drogenbedingten Sinnenfülle geschenkt erscheint. Die hysterische Struktur trifft man in Marokko häufig, die zwangsneurotische bei uns meist an. Der Versuch, die Tabus unseres Kulturkreises zu überwinden, läßt Bestrebungen vieler junger Menschen bei uns verständlich werden, eine Droge wie Haschisch als Fahrbahn in die Offenheit zu benutzen.

Cannabis als Medizin

Dass die Droge Hanf so manche Anwendung in der Medizin hat, haben die meisten schon irgendwo gerüchteweise gehört. Wie sieht die Situation aber wirklich aus? Ist Hanf tatsächlich eine Wundermedizin gegen alles? Oder sind das nur Propagandamärchen von Legalisierungsbefürwortern? 
Die ersten schriftlichen Angaben zur medizinischen Nutzung von Cannabis gehen vermutlich auf ein zirka 4'700 Jahre altes chinesisches Lehrbuch über Botanik und Heilkunst zurück. Ab dem 16. Jahrhundert fand Cannabis Eingang in die Kräuterbücher. Cannabis wurde seit dem ersten Kreuzzug in die Volksmedizin eingeführt und figurierte in vielen Klostermedizinen. Anwendungsbereiche waren rheumatische und bronchiale Erkrankungen, auch wurde Cannabis allgemein als Opiumersatz verschrieben. Im 19. Jahrhundert wurde es ausserdem gegen Migräne, Neuralgie, Epilepsie-ähnliche Krämpfe, Schlafstörungen und anderes eingesetzt. Marihuana war, bis es im Jahre 1898 von Aspirin konkurrenziert und schliesslich als Heilmittel durch eine breite Palette von neuen, synthetischen Arzneimitteln abgelöst wurde, in Amerika das am häufigsten benutzte Schmerzmittel. Zwischen 1842 und 1900 machten Cannabispräparate dort die Hälfte aller verkauften Medikamente aus (Herer 1993). In Europa und damit grösstenteils auch in der Schweiz waren zwischen 1850 und 1950 über 100 verschiedene Cannabismedikamente erhältlich (Fankhauser 1996). Wegen Dosierungsschwierigkeiten, paradoxe Wirkungen und der Entwicklung synthetischer Medikamente nahmen die Verschreibungen im 20. Jahrhundert ab, bis Cannabis ca. Mitte des 20. Jahrhunderts fast weltweit komplett verboten wurde. Heute ist die medizinische Anwendung von Cannabis in vielen Ländern (sogar einigen Bundesstaaten der USA) wieder erlaubt. In Österreich aber ist es immer noch praktisch unmöglich legal an Cannabis als Medikament heranzukommen! 
Die Wahrheit liegt so wie immer in der Mitte. Ein Allheilmittel ist Cannabis natürlich nicht, es gibt heute aber sehr viele Anwendungsbereiche, wo Cannabis eine effektive und nebenwirkungsarme Medizin darstellt: 
„Der größte Vorteil von Cannabis als Medikament ist seine ungewöhnliche Sicherheit. Das Verhältnis von tödlicher zu wirksamer Dosis beträgt nach Schätzungen anhand von Tierversuchsdaten bei oraler Aufnahme 20.000 zu 1, mindestens jedoch 1.000 zu 1. Es gibt keinen zuverlässigen Hinweis für den Tod eines Menschen durch Marihuana-Konsum. Cannabis hat den Vorteil, keine physiologischen Funktionen zu stören oder Organe zu schädigen, wenn es in therapeutischer Dosierung eingenommen wird." 
(Dr. med. Franjo Grotenhermen, Hanf als Medizin)
Natuerlich ist der Cannabisconsum in Verbindung mit Tabak gefaehrlich. Wir raten Ihnen daher auf Vaporizer
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Anwendungsbereiche 
Aids-Patienten verlieren wegen Appetitlosigkeit und Unwohlsein oft in kurzer Zeit stark an Gewicht. Patienten berichten, daß sie nach Cannabiseinnahme zum ersten mal wieder richtig Appetit verspüren. Ein appetitanregender Effekt bei Aids und Krebs wird bereits bei Tagesdosen von 5 mg THC beobachtet. Die Dosierung kann bei Bedarf bis auf täglich 20 Milligramm gesteigert werden. In einer Studie mit Magersüchtigen brachte THC keinen Erfolg. Jüngst wurde über eine positive Beeinflussung des Gewichts bei Patienten mit Morbus Alzheimer, die die Nahrungsaufnahme verweigerten, berichtet (Volicer 1997). Überraschenderweise nahm unter THC im Vergleich zum Plazebo auch das verwirrte Verhalten ab.
Es liegen nur wenige Studien vor. THC erwies sich in einer oralen Dosis von 15 bzw. 20 mg als gut wirksam bei Schmerzen von Krebspatienten. Es traten jedoch bei einem Teil der Patienten nicht tolerierte Nebenwirkungen auf. Cannabisprodukte können offenbar die Wirkung von Opiaten potenzieren (Welch 1992), so daß sich eine kombinierte Gabe bei starken Schmerzen als sinnvoll erweisen könnte, weil die Wirkung von potenteren, aber problematischen Opiaten massiv 
verstärkt wird, so daß von diesen Mitteln kleinere Dosen verwendet werden können.  
Weitere Indikationen sind Migräne und andere Kopfschmerzformen, degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, Phantomschmerzen, alle Schmerzerkrankungen, bei denen eine Entspannung der glatten oder quergestreiften Muskulatur günstig wirkt, wie schmerzhafte Spasmen, schmerzhafte Menstruation, Colitis ulcerosa etc. 
Cannabis ist ein Anti-Emetikum (Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen). THC, der Hauptwirkstoff von Cannabis, ist in den USA bereits 1985 als Anti-Emetikum von der Food and Drug Administration (FDA) zugelassen worden. 
Sicher ist THC heute nicht das einzige oder das generell wirksamste Anti-Emetikum, aber es hilft in Einzelfällen auch dann noch wenn andere Anti-Emetika versagt haben, oder wo die Nebenwirkungen anderer Anti-Emetika nicht tolerierbar sind. 
Der IOM-Bericht schrieb dazu im Jahr 1999: "Until the development of rapid onset antiemetic drug delivery systems, there will likely remain a subpopulation of patients for whom standard antiemetic therapy is ineffective and who suffer from debilitating emesis. It is possible that the harmful effects of smoking marijuana for a limited period of time might be outweighed by the antiemetic benefits of marijuana, at least for patients for whom standard antiemetic therapy is ineffective and who suffer debilitating emesis. Such patients should be evaluated on a case-by-case basis and treated under close medical supervision." Siehe "Marijuana and Medicine: Assessing the Science Base", Seite 154 
Cannabisprodukte haben in der Behandlung der Nebenwirkungen der Krebschemotherapie erheblich an Bedeutung verloren. Sie werden jedoch in der Selbsttherapie gern bei anderen Ursachen von Übelkeit eingesetzt, vor allem bei AIDS und Hepatitis C. 
Örtliche Anwendung von THC vermindert den Augeninnendruck bei gesunden Personen und bei Glaukompatienten ohne Nebenwirkungen auf Blutdruck und Stimmung. Der Wirkungsmechanismus ist nicht bekannt. Die Wirkung hält 4 bis 6 Stunden an.
In einigen kleinen Studien wurde eine gute Beeinflussung der Spastik im Rahmen der Multiplen Sklerose oder Querschnittserkrankungen durch THC und Marihuana beobachtet. Die Ansprechbarkeit ist individuell sehr variabel. Weitere günstig beeinflußte Symptome umfaßten Schmerzzustände, Missempfindungen, Zittern und Koordinationsstörungen der Muskulatur. In Umfragen wurde wiederholt auch von einer verbesserten Kontrolle der Blasen- und Mastdarmfunktion berichtet. Die Dosierungen bewegen sich in einer Größenordnung von täglich 5 bis 30 mg THC.
Nach Erfahrungsberichten ist Cannabis für einige Patienten mit generalisierter Epilepsie ein Mittel, um eine sonst nicht kontrollierbare Anfallserkrankung zu kontrollieren. Cannabis zeigt jedoch gelegentlich auch anfallsauslösende Effekte. Hier müsste von Fall zu Fall beurteilt werden.
Cannabis hat eine stark bronchienerweiternde Wirkung. Die Wirkungen einer Marihuanazigarette bzw. von 15 mg oralem THC entsprechen hinsichtlich der bronchienerweiternden Wirkung etwa den klinischen Dosen bekannter Asthmamittel wie Salbutamol. Nach der Inhalation hält die Wirkung etwa zwei Stunden an. Anstatt Cannabis zu rauchen würde sich speziell bei diesem Anwendungsgebiet ein Verdampfen und Inhalieren mit eine Vaporizer empfehlen.
Es liegen positive Erfahrungen über eine Behandlung mit Cannabis beim Tourette-Syndrom und bei einigen anderen Bewegungsstörungen vor (dystonische Störungen wie spastischer Schiefhals und tardive Dyskinesien). Die meisten Patienten erleben nur eine geringe Besserung, einige jedoch bemerkenswert gute bis zur völligen Symptomkontrolle
Wiederholt wurde eine stimmungsaufhellende Wirkung von THC bzw. Cannabis bei reaktiver Depression im Rahmen schwerer Erkrankungen beobachtet. Nach Patientenberichten wird Hanf in der modernen Volksmedizin, oft mit Duldung der behandelnden Ärzte, auch bei endogenen Depressionen eingesetzt.
Nach historischen Berichten und einigen Fallberichten ist Cannabis ein gutes Mittel zur Bekämpfung der Entzugssymptomatik bei Benzodiazepin-, Opiat- und Alkoholabhängigkeit. Es wird daher auch gern als Ausstiegsdroge bezeichnet.
Besondere Aufmerksamkeit als Therapeutikum verdient ein weiterer Inhaltsstoff. Hanf gehört zu den ganz wenigen Ölpflanzen, deren Samen Gamma-Linolensäure (GLA) enthalten (2 - 4%). Ein Mangel an Gamma-Linolensäure, die beim gesunden Menschen im Körper aus Linolsäure gebildet wird, kann zu schweren Stoffwechselerkrankungen führen. Wird in solchen Fällen Gamma-Linolensäure eingenommen, können verschiedene Krankheitszustände positiv beeinflusst werden. Hierzu zählen die Neurodermitis, das prämenstruelle Syndrom, die rheumatoide Arthritis und die diabetische neuropathie - um nur die wichtigsten Anwendungsgebiete zu nennen. Es wurden in der Vergangenheit mehrere Untersuchungen zu Neurodermitis an Säuglingen und Kleinkindern durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass Gamma-Linolensäure eine sichere und effiziente zusätzliche Therapie für Säuglinge und Kleinkinder ist. Die erfolgreiche Behandlung von Neurodermitis atopica mit GLA wird darauf zurückgeführt, dass durch die Einnahme von GLA Mangelzustände an essentiellen Fettsäuren ausgeglichen werden, wie sie bei den meisten NeurodermitispatientInnen ausgemacht werden können.
Beim Morbus Crohn handelt es sich um eine chronische Entzündung des Darmes deren Ursache auch heute noch weitgehend ungeklärt ist. Die Entzündungen lokalisieren sich vorwiegend im Dünn- und Dickdarm und betreffen alle Darmwandschichten. Bei 20-40% der Fälle kommt es durch die chronischen Entzündungen zu Fistelbildungen. Dabei handelt es sich um Kanäle die von der Darmwand aus in andere Organe oder durch die Bauchdecke nach außen führen. Morbus Crohn ist nicht heilbar. 
Die wichtigsten Nebenwirkungen medizinischen Cannabisgebrauchs sind heute auf die rechtliche Situation, die Illegalität des Cannabiskonsums zurückzuführen. Sie beziehen sich nicht nur auf die mit der Kriminalisierung verbundene Stigmatisierung des Konsumenten, sondern auch

  • auf die Reinheit des am illegalen Markt erworbenen Produkts,
  • auf die Dosierbarkeit des medizinisch gewünschten Effektes,
  • auf die Entwicklung geeigneter Applikationsformen,
  • auf die vertiefende Erforschung der Wirkungen.

Marihuana bzw. Haschisch, das am illegalen Markt gekauft wird, weist unterschiedliche THC-Konzentrationen auf. So ist es für den Verbraucher bzw. die Verbraucherin oft schwer, die Menge der aufgenommenen Droge zu steuern (siehe: Dosierung). Nicht selten wird so ungewollt eine Dosis aufgenommen, die zu psychischen Effekten führt, während der Patient bzw. die Patientin möglicherweise nur den muskelrelaxierenden Effekt wünschte, der bereits unterhalb der zu psychischen Nebenwirkungen führenden Dosierung spürbar ist. 
Bei einer Legalisierung des Konsums für Patientinnen und Patienten wäre es zudem leichter möglich, verbesserte und der Erkrankung angemessene Darreichungsformen zu entwickeln. Cannabinoide in Aerosolform zur Behandlung des Asthma, Cannabinoide in Form von Augentropfen zur Glaukombehandlung, THC als Arzneizäpfchen und als intravenöse Applikation wurden bereits vereinzelt wissenschaftlich erprobt. 
1989 entdeckten Forscher, daß Delta-9-THC die experimentelle Autoimmunenzephalitis, ein Tiermodell der Multiplen Sklerose, unterdrücken bzw. die Schwere der neurologischen Defizite mindern kann. 1994 wurde der Versuch mit Delta-8-THC erfolgreich wiederholt. Befunde über die Wirksamkeit von lokal applizierten Cannabinoiden bei Glaukom widersprechen sich. Über viele Aspekte, etwa Wechselwirkungseffekte mit anderen Medikamenten, wissen wir erst wenig. Für verschiedene potentielle Indikationen liegen nur anekdotische Berichte oder Einzelfalldarstellungen vor. Nicht nur Cannabinoidrezeptoren und Anandamide, auch therapeutische Anwendungsmöglichkeiten bieten ein breites Feld an lohnender Forschungsarbeit, die durch eine Legalisierung medizinischen Gebrauchs erleichtert werden könnte, da aufwendige Genehmigungsverfahren entfielen.
Erkenntnisse bieten neuen Ansatzpunkt für Therapie gegen Alzheimer 
Ein Forscherteam um Vicenzo Di Marzo vom Institut für Biomolekulare Chemie des Italienischen Forschungsrats http://www.cnr.it hat nachgewiesen, dass vom Körper selbst produzierte Cannabis-ähnlichen Substanzen, so genannte Endocannabinoide, Nervenzellen vor Schäden durch Erkrankungen des Gehirns wie etwa der Alzheimer-Krankheit schützen können. Die Ergebnisse der gemeinsam mit den Universitäten von Neapel http://www.iuo.it, Catania http://www.unict.it und Cagliari http://www.unica.it durchgeführten Studie werden heute, Dienstag, auf dem Forum of European Neuroscience Societies in Wien http://fens2006.neurosciences.asso.fr der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Wissenschaftler untersuchten den Einfluss des endogenen Cannabinoid-Systems an hirngeschädigten Nagetieren. Dabei entdeckten sie, dass Endocannabinoide ihre Wirksamkeit verlieren können, wenn sie erst lange nach Auftreten einer Erkrankung im Organismus freigesetzt werden. Eine kurz nach dem Entstehen der Erkrankung eingesetzte Behandlung zur Steigerung des Endocannabinoid-Spiegels könnte die Nervenzellen jedoch möglicherweise vor der Zerstörung durch Ablagerungen des beta-Amyloid-Proteins schützen, die als Ursache für die Alzheimer-Krankheit angesehen werden. Darüber hinaus kann diese Therapie auch vor Gedächtnisverlust bewahren.
Den Forschern zufolge aktiviert Haschisch die gleichen Signalwege wie die körpereigenen Endocannabinoide. Das erklärt, warum Haschisch in Tierversuchen zu medizinischen Zwecken ebenfalls die Schädigung von Nervenzellen bei Gehirnerkrankungen beschränken und Entzündungen lindern kann. Die Forscher hoffen, dass diese neue Erkenntnisse zur Entwicklung neuer Medikamente beitragen, die die Nervenzellen bei Erkrankungen des Gehirns schützen oder reparieren können. Sie suchen daher jetzt nach Medikamenten mit Endocannabinoid-Bestandteilen, mit denen sich die Freisetzung dieser körpereigenen Wirkstoffe steuern lässt.
Neue Forschungen haben jetzt gezeigt, dass der Hauptwirkstoff der Hanfpflanze, das THC (Tetrahydrocannabinol), die Arterienverkalkung verhindern kann. Zumindest bei Mäusen.
Wenn sich an den Innenwänden der Puls- oder Schlagadern (Arterien (1)) im menschlichen Körper Ablagerungen bilden, dann spricht man von Arterienverkalkung oder medizinisch präziser Arteriosklerose (2). Diese Erkrankung führt zu Herzinfarkt und Schlaganfall, die für die Hälfte aller Todesfälle in westlichen Gesellschaften verantwortlich sind. Viele Risikofaktoren sind bekannt, aber weltweit werden auch Arzneien gesucht, um die Arterienverkalkung auszubremsen.
In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature (3) berichten Sabine Steffens und Kollegen von der Universität Genf (4) und der Universität Bonn (5) über ihre neuesten Versuche mit Cannabinoiden. Die Hanfpflanze Cannabis sativa (6) ist eine alte Medizinpflanze. Zunehmend werden heute wieder Haschischprodukte eingesetzt, um Krankheitssymptome und speziell Schmerzen zu bekämpfen. In vielen Bereichen ist die Wirksamkeit inzwischen unumstritten, in anderen wird noch debattiert und erprobt ("Ja, ich habe inhaliert" (7)). In der Bundesrepublik wird intensiv an den therapeutischen Möglichkeiten von Cannabis geforscht, in Großbritannien ist die Zulassung eines Hanf-Sprays beantragt (Cannabis hilft gegen Schmerzen (8)).
Mäuse mit sauberen Blutgefässen
Im Anfang ist immer der Tierversuch. Das Team um Sabine Steffens verabreichte Labormäusen, die durch eine spezielle Diät ordentlich hohe Blutfettwerte hatten, den aktiven Inhaltsstoff von Cannabis, delta-9-tetetrahydrocannabinol (delta-9-THC). Allerdings in der sehr niedrigen Dosierung von einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, so dass die Tierchen nicht high wurden. Diese Behandlung führte zu einer signifikanten Verminderung der fettigen Ablagerungen in den Arterien und damit des tödlichen Risikos durch Herzinfarkt und Schlaganfall.
THC lagert sich an zwei verschiedene Rezeptoren an, dem Cannabinoid-Rezeptor Typ 1 (CB1) und dem Cannabinoid-Rezeptor Typ 2 (CB2). CB1 sind Rezeptoren an den Außenwänden von Nervenzellen und Haschisch ruft in diesem Bereich sowohl die psychoaktiven als auch die schmerzlindernden Effekte hervor. CB2 findet sich dagegen auf Zellen des Immunsystems.
Wie die Forscher vermutet hatten, bremst das THC durch seine Bindung an CB2 die Arteriosklerose aus. Bekamen die Mäuse einen chemischen Wirkstoff verabreicht, um die Anlagerung an diese Rezeptoren zu verhindern, blieb die günstige Wirkung aus, die Verengung der Blutgefässe schritt fort.
Entscheidend war die Dosis an THC, die die Versuchstiere bekamen. Wurde die THC-Menge erhöht oder vermindert, gab es keinen therapeutischen Effekt mehr auf die Arterien. Das erinnerte die Wissenschaftler an die positiven Wirkungen von Alkohol, speziell Rotwein (In vino sanitas (9)) auf das Herz, wenn der Konsum eine kleine tägliche Menge nicht überschreitet. Ähnliches gilt auch für Zartbitterschokolade (Über die Wirksamkeit von Flavonoiden (10)).
Entsprechend legen Steffens und Kollegen auch nachdrücklich Wert auf die Feststellung, dass sie niemanden dazu auffordern, täglich einen Joint zu rauchen, um einem Herzinfarkt vorzubeugen. "Diese Studie hat mit dem Rauchen von Marihuana überhaupt nichts zu tun", betont der Co-Autor François Mach von der Universität Genf. Das meint auch Michael Randall von der University of Nottingham Medical School (11) gegenüber Nature, der sich ebenfalls mit der potenziellen Wirksamkeit von Cannabis bei Herzkreislauferkrankungen auseinander gesetzt hat: "Diese Ergebnisse bedeuten nicht, dass das Rauchen von Cannabis vorteilhaft für das Herzkreislaufsystem ist, weil der Cannabisrauch viele Gifte enthält, die sogar Herzkreislaufkrankheiten verursachen können."
Michael D. Roth (12) von der University of California in Los Angeles, der schon zu THC und Krebs geforscht hat (Cannabis und Krebs (13)), betont das in seinem News&Views-Artikel ebenfalls und merkt an, dass diese Studie einen neuen Ansatz liefert, künftig genauer auf die verschiedenen Wirkungen von THC abzuzielen.
Die Unterschiede bei der Bindung an die CB1- und CB2-Rezeptoren müssen möglichst präzise berücksichtigt werden, um neue medizinische Therapien zu entwickeln - zum Beispiel gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen. In München läuft gerade eine Studie zur Wirksamkeit eines Cannabispräparats bei Patienten mit chronischem Morbus Crohn (vgl. Der Darm als unbekannte Größe (14) und Therapeutischer Einsatz von Cannabis bei Patienten mit Morbus Crohn (15)), die auf Forschungen an Mäusen im Labor der Max-Planck-Gesellschaft beruht, wobei die Forscher sich auf die CB1-Rezeptoren konzentrierten (Cannabinoide im Kampf gegen Darmentzündungen (16)). Links
(1)http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/EM/EMArterien.html 
(2)http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/arteriosklerose/ 
(3) http://www.nature.com 
(4) http://www.unige.ch 
(5) http://www.uni-bonn.de 
(6)http://www.ruhr-uni-bochum.de/boga/html/Cannabis_sativa_Foto.html 
(7) http://www.telepolis.de/r4/artikel/19/19451/1.html 
(8) http://www.telepolis.de/r4/artikel/19/19559/1.html 
(9) http://www.telepolis.de/r4/artikel/11/11402/1.html 
(10) http://www.telepolis.de/r4/artikel/15/15570/1.html 
(11) http://www.nottingham.ac.uk/ 
(12) http://www.lung.med.ucla.edu/faculty/roth.htm 
(13) http://www.cannabislegal.de/studien/thckrebs.htm 
(14) http://www.telepolis.de/r4/artikel/19/19761/1.html 
(15) http://idw-online.de/pages/de/news99374 
(16)http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2004/pressemitteilung200405051/index.html
Telepolis Artikel: http://www.telepolis.de/r4/artikel/19/19858/1.html

Nach einer Pressemitteilung der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung (AACR) wurde beim jährlichen Kongress der Gesellschaft vom 14. bis 18. April 2007 in Los Angeles von Forschern der Harvard-Universität eine tierexperimentelle Studie vorgestellt, die zeigt, dass THC beim Lungenkrebs nützlich sein könnte. 
THC reduzierte bei Mäusen, die drei Wochen lang mit der Substanz behandelt worden waren, das Tumorwachstum bei normalen Lungenkarzinomen um etwa 50 Prozent und reduzierte signifikant die Fähigkeit des Krebses. "Die Schönheit dieser Studie besteht darin, dass wir zeigen, dass eine missbräuchlich verwendete Substanz, wenn sie klug verwendet wird, einen neuen Weg zur Behandlung des Lungenkrebses eröffnen könnte," erklärte der Forscher Dr. Anju Preet.
Die Pressemitteilung der AACR ist verfügbar unter: 
www.aacr.org/home/public--media/public-policy--legislative-affairs/press-releases--articles.aspx?d=744
(Quelle: Pressemitteilung der AACR vom 17. April 2007)

USA: Unterstützer der medizinischen Verwendung von Cannabis verklagen die Bundesregierung 
Basierend auf Studienergebnissen zu gerauchtem Cannabis bei HIV-assoziierten Nervenschmerzen haben Americans for Safe Access die Bundesregierung am 21. Februar verklagt, weil sie behauptet, dass Cannabis keinen akzeptierten medizinischen Nutzen hat. Die Studie, die an der Universität von Kalifornien in San Francisco durchgeführt und im Februar 2007 veröffentlicht worden war, hatte gezeigt, dass die Verwendung von Cannabis bei diesem Zustand nützlich ist. Die Klage klagt das Bundesgesundheitsministerium an, sich in einer "willkürlichen und ungesetzlichen Weise" zu verhalten, die verhindert, "dass kranke und sterbende Personen eine Medizin erhalten können, die ihnen notwendige und oft lebensrettende Linderung verschafft".
Die Unterstützer-Gruppe mit Sitz in Kalifornien will, dass ein Richter das Ministerium sowie die Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) zwingt, damit aufzuhören, Informationen herauszugeben, die die Wirksamkeit von Cannabis zur Behandlung verschiedener Erkrankungen anzweifeln. "Die FDA-Position zu medizinischem Cannabis ist unkorrekt, unehrlich und eine schamlose Verletzung der Gesetze, die verlangen, dass die Regierung ihre Politik auf solide Wissenschaft stützt," erklärte ein Sprecher von Americans for Safe Access in einer Stellungnahme.
(Quelle: Associated Press vom 21. Februar 2007)

Klinische Studien mit einzelnen Cannabinoiden oder – wesentlich seltener – mit Ganzpflanzenzubereitungen (gerauchtes Marihuana, kapsulierter Cannabisextrakt) zur Untersuchung ihres therapeutischen Potenzials wurden oft durch positive Erfahrungen von Patienten mit der illegalen Anwendung natürlicher Cannabisprodukte angeregt. Dies gilt beispielsweise für die brechreizhemmenden, die appetitsteigernden und die muskelrelaxierenden Effekte, die Schmerzhemmung sowie für die therapeutische Verwendung beim Tourette-Syndrom.

Auch Zufallsbeobachtungen haben Hinweise auf therapeutisch nutzbare Effekte ergeben, wie etwa die Beobachtung in einer Studie zum appetitsteigernden Effekt von THC bei Patienten mit Morbus Alzheimer aus dem Jahre 1997, dass nicht nur Appetit und Gewicht zunahmen, sondern auch das verwirrte Verhalten abnahm oder die Entdeckung des augeninnendrucksenkenden Effektes Anfang der 70er Jahre. Einige möglicherweise interessante Indikationen wurden von der medizinischen Forschung noch nicht überprüft, sind jedoch in der modernen Volksmedizin weit verbreitet. Zusätzlich zu klinischen Untersuchungen wurden daher in den vergangenen drei bis vier Jahren Befragungen an Personen, die Cannabis therapeutisch nutzen, vorgenommen. Diese fanden entweder als mündliche, unstandardisierte Interviews im Rahmen von Untersuchungen staatlicher oder wissenschaftlicher Institutionen (Wissenschaftsausschuss des britischen Oberhauses, Medizininstitut der USA) zum therapeutischen Potenzial der Hanfpflanze statt oder als anonyme Befragung mittels standardisierter Fragebogen.

Übelkeit und Erbrechen
Nebenwirkungen der Krebschemotherapie ist die am besten untersuchte Indikation mit etwa 40 Studien (THC, Nabilon, Marihuana) vor allem in den achtziger Jahren. THC ist hierbei relativ hoch zu dosieren, so dass psychische Nebenwirkungen vergleichsweise häufig auftreten. THC ist hochdosiertem Metoclopramid unterlegen. Vergleiche mit einem der modernen spezifischen Serotonin-Antagonisten fehlen. Cannabisprodukte haben in der Behandlung der Nebenwirkungen der Krebschemotherapie erheblich an Bedeutung verloren. Sie werden jedoch in der Volksmedizin gern bei anderen Formen von Übelkeit eingesetzt, vor allem bei Aids und Hepatitis.

Appetitlosigkeit und Abmagerung
Ein appetitanregender Effekt wird bereits bei Tagesdosen von 5 mg THC beobachtet. Die Dosierung kann bei Bedarf bis auf 20 mg pro Tag erhöht werden. In einer Langzeitstudie mit 94 Aids-Patienten blieb der appetitanregende Effekt von THC im Vergleich mit der Appetitsteigerung in einer sechswöchigen Studie erhalten. Im Vergleich zu Placebo führte THC zu einer Verdoppelung des Appetits. Die Patienten tendierten mindestens 7 Monate lang zu einem stabilen Körpergewicht. Es wurde auch über eine positive Beeinflussung des Gewichts bei 15 Patienten mit Morbus Alzheimer, die die Nahrungsaufnahme verweigerten, berichtet. Überraschenderweise nahm unter THC im Vergleich zu Placebo auch das verwirrte Verhalten ab.

Spastik
In kleineren Studien mit D9-THC, Nabilon und Cannabis wurde eine gute Beeinflussung der spinalen Spastik im Rahmen der Multiplen Sklerose und bei Querschnittserkrankungen beobachtet. Weitere günstig beeinflusste Symptome umfassten Schmerz, Parästhesien (Missempfindungen), Zittern und Ataxie. In der Volksmedizin wird häufig auch von einer verbesserten Kontrolle der Blasen- und Mastdarmfunktion berichtet. Es liegen Einzelfallberichte über eine günstige Beeinflussung der Spastik durch Marihuana auch bei Schädigungen des Gehirns vor.
Bewegungsstörungen
Es liegen einige positive Erfahrungen über eine Behandlung mit Cannabis beim Tourette-Syndrom, bei Dystonien und tardiven Dyskinesien vor, zum Einsatz beim Tourette-Syndrom nun auch die ersten kontrollierten Untersuchungen. Die meisten Patienten erleben möglicherweise nur eine geringe Besserung, einige jedoch eine bemerkenswert gute bis zur völligen Symptomkontrolle. Bei MS-Patienten wurden nach THC-Gabe antiataktische Wirkungen und eine Verringerung des Zitterns beobachtet. Trotz gelegentlicher positiver Berichte fanden sich keine objektivierbaren Erfolge beim Morbus Parkinson und bei der Chorea Huntington. Allerdings könnten Cannabisprodukte möglicherweise bei durch das Medikament L-Dopa induzierten Bewegungsstörungen im Rahmen eines Morbus Parkinson eingesetzt werden, ohne die Grundkrankheit zu verschlechtern.

Schmerzzustände
Es liegen nur wenige klinische Studien vor. THC erwies sich in einer oralen Dosis von 15 bzw. 20 mg als gut wirksam bei Schmerzen von Krebspatienten. Es traten jedoch bei einem Teil der Patienten nicht tolerierte Nebenwirkungen auf. In einer Einzelfall-Doppelblindstudie konnte ein Patient mit Mittelmeerfieber unter THC im Vergleich zu Placebo die Bedarfsmedikation mit Opiaten deutlich vermindern. Nach Berichten aus der Volksmedizin erscheint die simultane Gabe von Opiaten und Cannabis erfolgversprechend, zumal Cannabis nicht atemdepressiv wirkt. Cannabis wurde in der modernen Volksmedizin erfolgreich bei einer Vielzahl von Schmerzerkrankungen eingesetzt, darunter Migräne und andere Kopfschmerzformen, degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, Neuralgien, Neuropathien, Menstruationsschmerzen, chronischen Darmentzündungen, etc.

Glaukom
1971 wurde bei der systematischen Erfassung von Cannabiswirkungen an gesunden Marihuanakonsumenten der augeninnendrucksenkende Effekt entdeckt. In den folgenden 12 Jahren wurde eine Anzahl von Untersuchungen an gesunden Probanden und Glaukompatienten mit Marihuana sowie verschiedenen natürlichen und synthetischen Cannabinoiden durchgeführt. Danach senkt Marihuanarauchen und die orale Gabe von THC in Dosen von 10-20 mg den Augeninnendruck um durchschnittlich 25-30%, gelegentlich um bis zu 50%. Vermutlich wirken auch einige nicht-psychotrope Cannabinoide und in geringem Maße einige nichtcannabinoide Bestandteile der Hanfpflanze augeninnendrucksenkend.

Epilepsie
In tierexperimentellen Studien wurden antiepileptische Effekte einiger Cannabinoide nachgewiesen. Die antiepileptischen Wirkungen von Phenytoin und Diazepam wurden durch THC verstärkt. Der Einsatz bei der Epilepsie zählt historisch zu den ältesten überlieferten Indikationen. Nach wenigen Fallberichten aus dem 20. Jahrhundert ist Cannabis auch heute für einige Patienten mit generalisierter Epilepsie ein Mittel, um eine sonst nicht kontrollierbare Anfallserkrankung zu kontrollieren. Cannabis zeigt gelegentlich auch prokonvulsive Effekte.

Asthma
Die vorwiegend aus den siebziger Jahren stammenden Studien sind sämtlich Akutstudien. Die Wirkungen einer Marihuanazigarette (2% THC) bzw. von oralem THC (15 mg) entsprechen etwa der klinischer Dosen bekannter bronchienerweiternder Medikamente (Salbutamol, Isoprenalin). Wegen der schleimhautschädigenden Wirkungen sollte die orale Verwendung von Cannabisprodukten bevorzugt werden. In Einzelfällen wurde nach inhalativer Aufnahme eine reflektorische Bronchienverengung beobachtet.

Abhängigkeit und Entzugssymptome
Nach historischen Berichten und einigen Kasuistiken ist Cannabis ein gutes Mittel zur Bekämpfung der Entzugssymptomatik bei Benzodiazepin-, Opiat- und Alkoholabhängigkeit. Es wird daher auch gern als Ausstiegsdroge bezeichnet. Dabei spielt möglicherweise sowohl die Verminderung körperlicher Entzugssymptome als auch die Reduzierung der mit der Aufgabe des Suchtmittelkonsums verbundenen stressenden Gefühle durch Cannabis eine Rolle.

Psychiatrische Symptome
Wiederholt wurde in verschiedenen Studien als Nebeneffekt der Behandlung mit Dronabinol eine stimmungsaufhellende Wirkung bei reaktiver Depression beobachtet. In der Literatur finden sich einige Kasuistiken für weitere psychiatrische Erkrankungen bzw. Symptome, wie Schlafstörungen, Angststörungen, bipolare Störungen und endogene Depressionen. Verschiedene Autoren haben unterschiedliche Sichtweisen auf psychiatrische Syndrome im Zusammenhang mit Cannabis formuliert. Während die einen eher die durch Cannabis verursachten Probleme betonen, stellen andere eher die therapeutischen Chancen in den Vordergrund. Möglicherweise können Cannabisprodukte – abhängig vom konkreten Fall – bei psychischen Erkrankungen nützlich oder schädlich sein, so dass von Arzt und Patient ein selbstkritischer Umgang mit der Thematik und eine Offenheit für beide Möglichkeiten gefordert sind.

Autoimmunerkrankungen und Entzündungen
Bei einer Anzahl von entzündlichen Schmerzsyndromen (z.B. Colitis ulzerosa, Arthitis) wirken Cannabisprodukte möglicherweise nicht nur schmerzlindernd sondern auch entzündungshemmend. So berichten Patienten beispielsweise von einem verringerten Bedarf an steroidalen und nicht-steroridalen Antiphlogistika. Es liegen zudem einige Berichte über positive Effekte einer Cannabisselbstmedikation bei Allergien vor. Unklar ist, ob Cannabisprodukte einen relevanten Effekt auf ursächliche Prozesse einiger Autoimmunerkrankungen ausüben können.

Verschiedenes, gemischte Syndrome
Es existieren eine Anzahl positiver Erfahrungsberichte bei vielen Indikationen, die nicht den oben genannten Gruppen zuzuordnen sind, wie Tinnitus, chronisches Müdigkeitssyndrom, Restless-Leg-Syndrom und andere. Es wurden bisher von verschiedenen Autoren mehrere hundert mögliche Indikationen für Cannabis bzw. THC beschrieben. Es zeigt sich, dass Cannabisprodukte erwartungsgemäß bei multisymptomatischen Erkrankungen, die dem Wirkspektrum von THC entsprechen, oft besonders gute Erfolge zeigen, beispielsweise bei Schmerzerkrankungen mit einem entzündlichen Anteil (z.B. Arthritis) oder einem erhöhten Muskeltonus (z.B. Menstruationsbeschwerden, spinale Spastik) oder bei Krankheitszuständen mit Übelkeit und Appetitlosigkeit, eventuell zusätzlich mit Schmerzen und/oder Angstzuständen bzw. Depression (z.B. Aids, Krebs, Hepatitis C).
Neue Studie zum therapeutischen Einsatz von Cannabis 
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn; Colitis ulzerosa) sind relativ häufige Erkrankungen, die mit belastenden Symptomen für die Patienten einhergehen und oftmals einen langjährigen, chronischen Krankheitsverlauf nehmen. Während für milde Verlaufsformen ausgezeichnete Medikamente zur Verfügung stehen, ist für die Behandlung der chronischen und teilweise komplizierten Verlaufsformen das therapeutische Arsenal beschränkt. Viele der betroffenen Patienten können bisher nur unbefriedigend behandelt werden.
Auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten untersucht nun die Medizinische Klinik II des Klinikums der Universität München am Standort Großhadern im Rahmen einer Studie die Wirksamkeit eines Cannabispräparats bei Patienten mit chronischem Morbus Crohn. Hintergrund des neuartigen Therapieversuchs sind einmal zahlreiche Berichten von Betroffenen, die Cannabinoide eigenmächtig konsumieren und damit ihre Beschwerden lindern konnten. Außerdem gibt es ermutigende tierexperimentelle Untersuchungen, die von Forschern des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München und der Medizinischen Klinik II veröffentlicht wurden. Diese Tierversuche weisen darauf hin, dass Cannabis bei der Behandlung von Entzündungen im Darm eine hilfreiche Option sein könnte.
Die Studie läuft ab Januar 2005 über die Ambulanz für chronisch entzündliche Darmerkrankungen der Klinik (Dr. Martin Storr; Dr. Thomas Ochsenkühn). Dort werden Patienten mit einem mittelschweren Schub eines chronisch wiederkehrenden Morbus Crohn in die Studie aufgenommen.
Weitere Informationen bei:  Dr. Martin Storr / Dr. Thomas Ochsenkühn www.klinikum.uni-muenchen.de

Wann und warum wurde Cannabis verboten ? 
Hierzu ist jedem Interessierten, der Film „The History of Marihuana“ zu empfehlen, der alle Zusammenhänge wunderbar klar offenlegt.
Eine der ersten Fragen die sich in der Diskussion um eine Cannabislegalisierung aufdrängt ist die, warum Cannabis überhaupt verboten wurde. Die landläufige Meinung gegenüber bestehenden Gesetzen basiert auf der Ansicht, dass Gesetze schon ihre guten Gründe hätten und ihre Existenz auf wissenschaftlichen und volkswirtschaftlichen Erkenntnissen beruht. Dass diese Ansicht mitunter recht irrig sein kann, belegt die Geschichte der internationalen Drogengesetzgebung, speziell der Cannabisgesetzgebung. 
Einleitung 
Der politische Umgang mit Drogen ist ein brisantes Thema, der politische Umgang speziell mit Cannabis ist besonders brisant. Brisant deshalb, weil es das "Problem Cannabis" für die Politik erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts gibt. Vorher war dieses Politikfeld einfach nicht existent, da der Umgang mit Cannabis nichts Problematisches oder gar Gefährliches darstellte. Ganz im Gegenteil. Was wir heute unter "Drogen" verstehen, waren zu einem großen Teil ursprünglich weitverbreitete Medikamente oder Genußmittel, im Fall Cannabis eben auch eine Nutzpflanze, aus der man unzählige Dinge herstellte, und die man in manchen Ländern seit vielen hundert Jahren rauchte. Übermäßigen Konsum von Drogen hat es zwar sicherlich immer gegeben, spielte aber bis zu dem Zeitpunkt keine Rolle, als man sich völkerübergreifend darauf verständigte, aus  welchen Gründen auch immer, bestimmte Drogen zu verbieten. Diese restriktive Umgangsweise mit Drogen an sich, und die Prohibition von Cannabis im besonderen sind, aufgrund von steigender Konsumentenzahlen trotz hoher Strafen, höchst kontrovers. 
Die Frage, warum Cannabis verboten werden mußte, stellt sich zwangsläufig bei der Behandlung dieses Komplexes, denn die Widersprüche und Irrationalitäten, sowie die Ineffizienz der Politik sind offensichtlich. 
Bei genauerer Betrachtung der Entstehung des weltweiten Cannabis-Verbots ist deutlich erkennbar, daß die USA eine wichtige, wenn nicht entscheidende Rolle bei der Durchsetzung und Umsetzung spielten. Zwar sorgten die Anträge von Ägypten und der Türkei dafür, daß Cannabis 1925 auf der dritten Opiumkonferrenz in Genf unter Drogenkontrolle gestellt wurde, jedoch war es vor allem das treibende Engagement des "US-Federal bureau of narcotics and dangerous drugs" (FBNDD), daß das weltweite Ansehen von Cannabis über seine Kampagnen und Gesetze bis in die Gremien der Vereinten Nationen prägte. Dabei ging es bei dem Verbot von Cannabis nicht lediglich um eine Droge, auch wirtschaftliche Interessen, Rassismus und persönlicher Ehrgeiz spielten eine wichtige Rolle. Denn daß es sich bei Cannabis ursprünglich auch unter anderem um eine wirtschaftlich bedeutsame Nutzpflanze handelt, welche u.a. der aufstrebenden Kunstfaserindustrie Anfang des Jahrhunderts als Konkurrentin im Wege stand, wird häufig übersehen, bzw. bewußt ignoriert. 
1925 Genf: Bei der zweiten internationalen Opium-Konferenz werden weltweite Kontrollmassnahmen für Cannabis eingeführt, obwohl 18 der 19 teilnehmenden Staaten keine Probleme im Zusammenhang mit Cannabis vermelden können; lediglich Portugal berichtet, in seiner Kolonie Angola seien Fälle von schwarzer Aufsässigkeit nach Hanfgenuss vorgekommen. Die knapp ausgehende Schlussabstimmung zu Ungunsten des Hanfs wird von  handfesten wirtschaftlichen Interessen bestimmt; so droht etwa Ägypten den Deutschen an, im Falle eines cannabisfreundlichen Abstimmungsverhaltens Importbeschränkungen für Kokain (Merck) und Heroin (Bayer) zu erlassen. 
ab 1925 Die Anti-Marihuana-Lobby in den USA macht mobil: Straftaten, die in den südlichen Grenzstaaten begangen werden, werden dem Marihuanakonsum zugeschrieben. Bei jedem erwischten Verbrecher, der irgendwann einmal gekifft hat (was eine ziemlich verbreitete Mode war), wird der Drogenkonsum sogleich als Ursache der Kriminalität dargestellt. 
1931 Trotz anfänglichen Zweifeln über die Durchführbarkeit startet Anslinger mit einem Sonderetat (100'000 Dollar,- und das auf dem Tiefpunkt der Wirtschaftskrise!) seine Verteufelungskampagne gegen Marihuana und seine KonsumentInnen. Neben Plakataktionen und dem Verbreiten gefälschter Horror-Pressemitteilungen werden auch "Gutachten" in Auftrag gegeben. Das erste wird für 2000 Dollar vom Gefängnisarzt A.E. Fossier konstruiert. Auszug: "Die herrschende Rasse und die aufgeklärtesten Länder sind alkoholisch, derweil die Länder und Nationen, die Hanf und Opium verfallen sind, (...) sowohl geistig als auch physisch zu Grunde gegangen sind" 
Es gibt nicht DEN Grund, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Gründe, warum Cannabis in den Gesetzestexten fast aller Länder auf einer ähnlichen Stufe wie Heroin steht. Einige dieser Gründe spiegeln sich deutlich am Verhalten und den fadenscheinigen Argumenten 
der verantwortlichen Politikern in den USA der 30er Jahre wieder. Warum sich Harry Anslinger, der fast 30 Jahre das FBNDD leitete und prägte, gerade auf die Bekämpfung von Cannabis konzentrierte, läßt sich nicht genau sagen, Tatsache ist aber, daß die heutigen 
Cannabis-Gesetze zum großen Teil auf sein Wirken zurückgehen. 
Mußte Hanf als Konkurrent für die aufstrebenden Kunstfaser-, Papier- und Pharmaindustrien "eliminiert" werden? 
Der Konsum von Cannabis ist in den USA seit der Besiedlungen im 17. Jahrhundert bekannt und Hanf wurde wenigstens ebenso lange als Nutzpflanze angebaut. Selbst George Washington tat dies 1765, angeblich um damit seine Zahnschmerzen zu behandeln. Cannabis war, ähnlich wie Opium oder Heroin, zunächst als Medizin gesellschaftlich akzeptiert und fand große Anwendung, bevor es schrittweise verboten und dadurch auch aus diesem großen Wirtschaftssektor vertrieben wurde. In der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte gibt es Fakten, die dafür sprechen, daß Hanf  trotz bester Voraussetzungen und Prognosen nicht für die Gesundung der durch die Jahre der Depression zu Beginn des Jahrhunderts angeschlagenen amerikanischen Landwirtschaft sorgen konnte und durfte, da den Extrakten der Pflanze der Ruf einer gefährlichen  "Mörderdroge" oktroyiert wurde, und somit als Nutzpflanze außer Betracht kam. Große und einflußreiche Industrieunternehmen wie der Chemie-Großkonzern DuPont hatten ein großes Interesse an dieser Ächtung und setzten sich direkt und indirekt für ein Verbot der Pflanze ein.  Hanf wurde, nachdem die starke landwirtschaftliche Bedeutung seines Anbaus zur  Gewinnung von Fasern, Ölen, Papier, Farben, etc. aufgrund von fehlenden technischen Möglichkeiten zur Massenproduktion im Zuge der industriellen Revolution stark nachließ, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eine zentrale Rolle in der amerikanischen 
Landwirtschaft prophezeit. 
14.10.1916 Das amerikanische Landwirtschaftsministerium veröffentlicht ein Bulletin über "Hanfwerg als Material zur Papierherstellung" zuhanden von "Personen, die an einer ökonomischen Papierherstellung interessiert sind, besonders print and book manufactures". Im Bulletin (Nr. 404) wird unter anderem festgehalten, dass dank moderner Fasergewinnungstechnik aus einem Hektar Hanf dieselbe Papiermenge hergestellt werden kann, wie aus 4.1 Hektar Wald (und das - im Gegensatz zur Holzbewirtschaftung - erst noch Jahr für Jahr). 
Rückblickend darf vermutet werden, dass dieses Bulletin einer der Hauptgründe war, dass sich ein finanzstarkes Trio, bestehend aus Randolph Hearst, der Firma "Du Pont", sowie Andrew Mellon für das Kraut zu interessieren begannen und wenige Jahre später einen gewaltigen und schonungslosen Feldzug gegen Hanf führten. 
Hearst war Eigentümer der damals grössten "Paper Manufacturing Company", Wald- und Papierfabrikenbesitzer, sowie Zeitungsmagnat. Der Chemieriese Du Pont wird nicht nur im Textilfaserbereich vom Hanf konkurrenziert, sondern ist auch Lieferant der Sulfide für die Papierherstellung aus Holz (und steht somit in florierender Geschäftsbeziehung zu Hearst) Der Bankier Mellon, zweitreichster Mann der USA, Finanzminister und Hauptfinancier der Firma Du Pont ist nebenbei auch noch Onkel der Ehefrau eines gewissen Harry Anslinger. 
Das US-Landwirtschaftsministerium schrieb in seinem Bulletin Nr. 404, daß durch die Entwicklung einer Schäl- und Erntemaschine Hanf "seine Bedeutung als größter landwirtschaftlicher Industriezweig wiedererlangen wird" . 1938 wurde eben diese Maschine in Fachzeitschriften wie Popular mechanics und Mechanical engineering vorgestellt. Die wirtschaftlichen Prognosen für die sich nun ergebenen Möglichkeiten zum Massenanbau von Hanf sahen überaus günstig aus, da Faserhanf sehr vielseitig nutzbar und der Anbau sehr effektiv ist. So wurde auch auf dem Sektor der Zellstoffverarbeitung und der Energiegewinnung im Auftrag des US-Landwirtschaftsministeriums mit Erfolg geforscht. Durch diese technische Entwicklung bekamen die großen Holz-, Papier, und 
Zeitungsunternehmen wie die Hearst Paper manufacturing Division oder Kimberly Clark plötzlich ernstzunehmende Konkurrenz, denn Papier aus Hanf, das bis 1883 noch ca. 80% Marktanteile besaß, ist qualitativ hochwertiger und wäre durch den technischen Fortschritt 
wesentlich günstiger in der Herstellung. Der an Waldbestände gebundenen Papierindustrie drohten große Verluste. In dieser Zeit patentierte der Chemie- und Sprengstoffhersteller Du Pont sowohl sein Verfahren zur Herstellung von Kunstfasern und Plastik aus Öl, als auch das Sulfat/Sulfitverfahren zur Papierherstellung aus Holzzellmasse. "Kunststoffe werden bei der Herstellung einer Bandbreite von Produkten verwendet, die in der Vergangenheit aus natürlichen Materialien gefertigt wurden", schrieb Lammont DuPont 1939 im Popular mechanics. Bei diesen Produkten handelt es sich beispielsweise um Dynamit und TNT, auf diesem Sektor hat Du Pont seit Anfang des 20. Jahrhunderts durch Aufkäufe kleinerer Sprengstoffhersteller eine Monopolstellung auf dem US-amerikanischen Markt inne. DuPont kontrollierte 1902 ca. zwei Drittel der industriellen Sprengstoffproduktion und deckte 40% des Munitionsbedarfs der Alliierten im ersten Weltkrieg. Das Verfahren zur Herstellung von Sprengstoff aus Zellulose ist ähnlich der Herstellung von Kunstfasern und Plastik aus Zellulose, und bisher wurde TNT und Dynamit aus Hanfwerk hergestellt. Durch die Beherrschung des Sprengstoffmarktes und die führende Stellung in der Kunstfaserforschung ergab sich eine Chance zur weiteren Monopolisierung, denn mit Hilfe der Patente konnte DuPont nun unabhängig von Zulieferern und Kleinbauern die Herstellung von Kunstfasern kontrollieren. Hanf ist genau in diesen Bereichen ein qualitativ hochwertiger Konkurrent für Kunststoff und Plastik. Es lag also absolut im Interesse der Kunstfaserindustrie, daß Hanf verboten wurde. 
Andrew Mellon, Angehöriger der damals hinter DuPont zweitreichsten Bankier- und Unternehmerfamilie Amerikas war über die "Mellon Bank of Pittsburgh", damals die sechstgrößte Bank der USA, wichtigster Geldgeber DuPonts. In seiner Funktion als Finanzminister im Kabinett Präsident Herbert Hoovers ernannte er den zukünftigen Mann seiner Nichte, Harry J. Anslinger, zum Leiter der neuorganisierten staatlichen Rauschgift-  und Drogenbehörde FBNDD. 
Ob diese Verstrickung ein reiner Zufall ist oder nicht, sie bewirkte, daß von nun an mit staatlichen Mitteln massiv gegen Cannabis vorgegangen wurde, wie es auch im DuPont-Aktionärsbericht von 1937 angesprochen wurde: "Wir fordern radikale Einschnitte bei der Steuergesetzgebung der Regierung. Sie könnte in ein Instrument verwandelt werden, die Akzeptanz neuer Ideen des industriellen und sozialen Wiederaufbaus zu beschleunigen". Mit diesen "neuen Ideen des industriellen Wiederaufbaus" waren die bereits erwähnten Kunstfasern- und Stoffe gemeint. Die Forderungen DuPonts wurden in die Tat umgesetzt, am 14. April 1937 wurde von dem Chefberater des Finanzministeriums Herman Oliphant ein Entwurf für ein Marihuana-Steuergesetz, das eine Gewerbesteuer für Händler und eine Erwerbssteuer für den Kauf von Cannabis beinhaltete, eingebracht. Der Handel mit Marihuana wurde von nun mit 1 Dollar pro Unze, bzw. mit 100 Dollar, wenn der Händler nicht registriert war, besteuert. Die Strafspanne bei Nichtbeachtung ging von 2000$ Geldstrafe bis fünf Jahre Haft. Diese Steuer vertrieb kleine landwirtschaftliche Betriebe aus dem Hanfanbaugeschäft, die bisher einen großen Teil der Gesamtproduktion von Faserhanf ausmachten. Auch Ärzte nahmen wegen der erforderlichen komplizierten Buchführung immer mehr Abstand davon, Cannabis zu verschreiben, was den Weg für neue, synthetische Medikamente ebnete, die nicht in jedem Garten anbaubar sind. 
Oliphant brachte den Gesetzesvorschlag direkt im Haushaltsausschuß des Kongresses ein, auf diese Weise wurden andere zuständige Ausschüsse wie die für Nahrung und Rauschgift, Landwirtschaft, Textil und Handel umgangen. Der Haushaltsausschuß behandelt 
Gesetzentwürfe direkt im Plenum, ohne daß diese vorher in anderen Ausschüssen debattiert werden müssen. Als dann das Gesetz im Plenum des Kongresses zur Beratung und Abstimmung vorlag, kam aus dem Publikum lediglich die Frage, ob der Amerikanische 
Ärzteverband (AMA) konsultiert wurde. Dieses wurde von dem Abgeordneten Vinson bestätigt. Er behauptete: "Dr. Wharton (fehlerhafte Aussprache für Woodward) und die AMA stimmen vollkommen mit uns überein". So wurde das Gesetz verabschiedet und zog eine bis heute andauerndes Verbot von Cannabis nach sich. Die dargestellten Übereinstimmungen wirtschaftlicher Interessen mit dem parallel entstandenen "Marihuana tax act" könnten zufälliger Natur sein. Eventuell hätten sich Kunstfasern, etc. auch mit Hanf als Konkurrenten durchgesetzt. Es ist jedoch erstaunlich, daß der Anbau von Cannabis, obwohl ursprünglich nur wenige der über 100 verschiedenen Arten das "gefährliche" THC produzieren, prinzipiell geächtet wurde und z. B. in der Bundesrepublik sein Anbau erst im Februar 1996 wieder eingeschränkt zugelassen wurde. Zudem erscheinen das Zustandekommen des Gesetzes und die fadenscheinigen 
Begründungen und Argumente dafür sehr dubios. Im folgenden Abschnitt sollen diese Argumente näher beleuchtet werden. 
Welche Argumente gab es für und gegen das "Marihuana tax act"? 
Das "Marihuana tax act" wurde zwischen 1935 und 1937 in geschlossenen Sitzungen des Finanzministeriums entworfen. Im Vorfeld startete das FBNDD einen wahren Kreuzzug gegen Cannabis, und es wurden landesweit Bücher wie "Assassin of youth" oder Filme wie 
der von Anslinger in Auftrag gegebene "Reefer Madness" verbreitet, die wahre Horror-Szenarien beinhalteten und als Warnung vor Tod und Verderben durch Marihuana gedacht waren. Als der Entwurf von Herman Oliphant vorgelegt und debattiert wurde, gab es keine 
wissenschaftliche Erkenntnisse, die gegen Cannabis vorgebracht wurden, sondern lediglich ein Reihe von Vorurteilen, die größtenteils aus der Presse und Polizeiberichten entnommen wurden. 
Beispiele solcher "Presse-  und Polizeiberichte", entnommen aus: New York Times,  6.7.1927 
„Eine Witwe und ihre vier Kinder sind verrückt geworden, nachdem sie eine Marihuana-Pflanze assen, so die Ärzte, die sagen, dass keinerlei Hoffnung besteht, die Leben der Kinder zu retten, und dass die Mutter zeitlebens verrückt sein wird. Die Mutter hatte kein Geld, um andere Lebensmittel für die Kinder zu kaufen, die zwischen drei und fünfzehn Jahre alt waren; also sammelte sie einige Kräuter und etwas Gemüse, das in ihrem Garten wuchs, um daraus ihr Abendbrot zu bereiten. Zwei Stunden, nachdem Mutter und Kinder die Pflanzen gegessen hatten, erlitten sie einen Anfall. Nachbarn, die Ausbrüche von irrem Gelächter hörten, fanden die ganze Familie vom Wahnsinn befallen. Eine Untersuchung ergab, dass das betäubende Marihuana im Gemüsegarten wuchs. „
So wurde in der Anhörung des 75. Kongresses vor dem Steuerausschuß des  Repräsentantenhauses vom 27.4. bis 4.5. 1937 von dem Drogenbeauftragten des Finanzministeriums Harry Anslinger und Clinton Hester (einem weiteren Vertreter des  Finanzministeriums) u. a. folgende Argumente für das Steuergesetz vorgebracht: 
· Marihuana ist die gewalterzeugendste Droge der Menschheit. 
· Die Wirkung ist tödlich. 
· Opium hat gute Eigenschaften wie Dr. Jekyll und schlechte wie Mr. Hyde. Die neue Droge entspricht ganz und gar dem Monster Hyde, sie richtet unermeßlichen Schaden an. 
· Sie wirkt auf Individuen unterschiedlich. Manche verlieren völlig das Gefühl für Zeit oder für Werte. Sie haben das Gefühl von physischer Kraft und Stärke. Andere werden tobsüchtig,...und können in diesem Zustand sogar Verbrechen begehen. Manche lachen hemmungslos. [...] 
Diese unfundierten, unbewiesenen und populistischen Behauptungen überzeugten den Kongreß offensichtlich, obwohl sich in den Anhörungen auch geladene Sachverständige wie der Arzt und Rechtsanwalt Dr. William C. Woodward als Stellvertreter des Amerikanischen Ärzteverbandes, welcher während der zweijährigen Beratungen über das Gesetz nicht zu Rate gezogen wurde, vehement gegen das Gesetz aussprachen. Woodward wies u. a. deutlich auf die Verschleierung des Tatbestandes durch die Benutzung des mexikanischen Slangwortes "Marihuana" anstatt des wissenschaftlichen Terminus "Cannabis" hin. 
USA: Als Ableger des Finanzministeriums wird das "Federal Bureau of Narcotics" gegründet (Kongressbeschluss vom 1.7.1930). Harry J. Anslinger wird (von seinem Onkel, Finanzminister Andrew Mellon) zum vorläufigen Chef ernannt. Auf Geheiss Mellon's unterstützt das Büro die angelaufenen Hetzkampagnen der Hearst-Presse gegen MarijuanakonsumentInnen. Die Anslinger-Hetzkampagne, nimmt im Verlauf der Jahre immer verheerendere Formen an. Der Bevölkerung wird suggeriert, dass Marihuana ein in den Wahnsinn und Tod führendes Rauschgift sei, mit dem "Neger, Mexikaner, Puertoricaner und Jazzmusiker" das Land vergiften und weisse Frauen verführen wollten. Die rassistische Kampagne gegen die ungeliebten Minderheiten zeitigt auch zusehends Erfolge. Durch konstante Verwendung der südlichen Terminologie ("Marijuana") und der Vermeidung der bekannten, mit harmlosen Assoziationen verknüpften Begriffe wie Hanf und Cannabis wird bald einmal suggeriert, dass es sich hier um eine neue, hochgefährliche Droge handelt.
Er kritisierte auch die Presse, die ebenfalls durch die permanente Benutzung des Wortes "Marihuana" von dem Industriestoff und Heilmittel ablenkte. Dieses war ein wichtiger Hinweis, denn um solche und andere Thesen wie die, daß rund 50 Prozent aller Schwerverbrechen auf marihuanakonsumierende Ausländer zurückzuführen seien, zu belegen, zitierte Anslinger hauptsächlich Zeitungsberichte aus seiner sogenannten "Blutakte". Wie auch in späteren Jahren wurde Cannabis funktionalisiert, um bestimmte 
Gesellschaftsgruppen zu diskreditieren und um gegen sie vorgehen zu können. In den 50er, 60er und 70er Jahren waren es rebellierende, nicht in das Bild des "American way of life" passende Jugendkulturen, gegen die man über die Marihuana-Gesetze eine Handhabe 
hatte. In den 20er und 30er Jahren waren es die auf den amerikanischen Arbeitsmarkt einfallenden "potrauchenden Mexikaner" und farbige Jazz-Musiker, gegen die man sich mit  bösen Vorurteilen zu wehren versuchte. Permanent wurde eine Beziehung zwischen Kriminalität, Mexikanern, bzw. Schwarzen und Cannabis hergestellt und von der amerikanischen Boulevardpresse breitgetreten. 
Dabei trat besonders die Zeitungskette des bereits erwähnten Zeitungsmoguls Randolph Hearst hervor, der daran ein tiefergehendes Intersse hatte. Es war vor allem seine landesweit operierende Zeitungskette, die für die "Beweise" Anslingers sorgten. Sie führte 
zwischen 1916 und 1937 eine regelrechte Hetzkampagne gegen Cannabis durch, aber selbst Zeitungen wie die New York times, berichteten in dieser Zeit häufig über Vergewaltigungen und Autounfälle im Zusammenhang mit Marihuana. 
Außer mit diesen Horrormeldungen, die Anslinger bei kritischen Nachfragen als Argumente anführte, war die Anti-Cannabispolitik nicht zu rechtfertigen. Die Fakten der Berichte aus dieser "Blutakte" Anslingers, die er zusammen mit seinen gesamten Unterlagen der Bibliothek von Cleveland überließ, wurden Jahre später wissenschaftlich ausgewertet, und keiner der Berichte wurde für echt gehalten. 
Neben der Ärzteschaft gab es weitere Stimmen gegen das Gesetz, so aus der Richtung der Hanffaser-, Schmieröl-, Hanfsamen- und Farbenindustrie, in deren Augen es keinen Sinn ergab, gegen die Verarbeitung und Produktion dieser Pflanze mit einer derartig rigide Steuer vorzugehen. Doch sie hatten gegen die Vehemenz, mit der das FBNDD das Gesetz durchdrückte und die Tatsache, daß Cannabis bereits eine internationale Ächtung erfahren hatte, keine Chance. Abgesehen davon gab es zu dieser Zeit keinerlei wissenschaftlich 
gesicherte Erkenntnisse über die Folgen des Cannabis-Konsums, die die Marihuana-Steuer hätten rechtfertigen können. Mehrere Studien dieser Zeit wie der Bericht der "Indischen Hanfdrogen-Kommission" (India Hemp Drugs Commisiion Report/1893/94) oder die Studie der "Siler-Kommission" konnten keine Schäden beim Rauchen von Cannabis feststellten  und sogar der stellvertretende Leiter der amerikanischen Gesundheitsbehörde Walter Treadway beschrieb noch 1937 vor dem Cannabis-Untersuchungsausschuß des Völkerbundes Marihuana als "gewohnheitsbildend genau wie Zucker und Kaffee" .
Anslinger und die Folgen seiner Politik 
Sicherlich ist es falsch, eine einzige Person für das Verbot von Cannabis verantwortlich zu machen, denn diese Art der Politk spiegelt in gewisser Weise den Geist dieser Zeit wider. Jedoch hatte das "Marihuana tax act" und die entsprechende "Öffentlichkeitsarbeit" des  FBNDD, wofür sich Harry Anslinger wie kein weiterer mit voller Leidenschaft einsetzte, weitreichende Folgen. Anslinger blieb fast 30 Jahre lang an der Spitze des FBNDD und etablierte mit seiner dubiosen Cannabis-Politik eine Drogenbürokratie, die nach dem Ende der Alkohol-Prohibition 1933 kurz vor dem Ende stand. Da er seine "unseriösen" Argumente gegen Cannabis nicht ewig vertreten konnte,  durchlebten seine Ansichten über die Jahre einige obskure Wendungen: Behauptete er 1937 noch, Marihuana mache gewalttätig, so war er 1948 der Meinung, Marihuana könnte von Kommunisten dazu benutzt werden, die amerikanische Kampfmoral zu schwächen, da es nahezu pazifistische Wirkungen habe. 1951 rechtfertigte er den "Boggs-act" zur amerikaweit einheitlichen Straffestlegung und 
weiteren Etablierung des Cannabis-Verbots mit der These, Cannabis führe zwangsläufig zum Konsum härteren Drogen. Eine These, die auch heute noch in vielen Köpfen steckt und immer wieder gegen Cannabis vorgebracht wird. Anslinger hatte begründete Angst vor ihm widersprechenden Erkenntnissen, deshalb behinderte er jahrelang jegliche Forschungen auf dem Cannabis-Gebiet. In New York wurde eine immerhin sechsjährige Untersuchung des Cannabis-Konsums in bestimmen Stadtteilen durchgeführt. Benannt nach dem damaligen Bürgermeister LaGuardia, widerlegte diese, ohne Anslingers Genehmigung durchgeführte Studie Anslingers Behauptung, Marihuana 
mache gewalttätig. Daraufhin erklärte Anslinger, die verantwortlichen Ärzte würden im Gefängnis landen, sollten sie je wieder ohne seine persönliche Genehmigung Experimente mit oder Forschungsarbeiten über Marihuana durchführen. 
Trotz dieser Widersprüche und Irrationalitäten stimmte der Kongreß für die Beibehaltung des Marihuana-Gesetze, auch wenn Hanf während des zweiten Weltkrieges im Zeichen der Rohstoffknappheit eine kurze Wiedergeburt erlebte. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium forderte Bauern unter dem Motto "Hemp for victory" verstärkt dazu auf, Faserhanf anzubauen. In diesen harten Zeiten sah man wohlwollend über den "eigentlich bösen" Charakter von Cannabis hinweg. Nach dem Krieg gelang es Anslinger jedoch, den Kampf gegen Cannabis fortzuführen und  sogar zu verstärken. Immer härtere Gesetze wie das "Narcotic control act" wurden festgelegt, die in einigen Fällen sogar die Todesstrafe vorsahen. Der starke Einfluß der USA als stärkster Geldgeber der Vereinten Nationen führte schließlich dazu, daß sich die harte amerikanische Linie das FBNDD in der internationalen Staatengemeinschaft durchsetzte. Harry Anslinger war 1947 Vorsitzender der UN-Drogenkommission. In dieser Funktion erreichte er beispielsweise, daß die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1954 beschloß, Hanf und seine Derivate hätten keinerlei (!) therapeutischen Wert. 1961 wurde Cannabis mit der "Single convention of narcotic drugs" Morphin und ähnlichen Substanzen gleichgesetzt und so wurden Fakten geschaffen, die nur sehr schwierig wieder rückgängig zumachen sind, selbst wenn es den Länder gäbe, die dieses anstrebten. Denn was einmal verboten ist, hat für immer den Anschein von Verbrechen. Zwar entspannte sich die amerikanische Gesetzeslage nach Anslingers Amtsabtritt 1962 wieder leicht, so wurde davon abgesehen, jeden Erstkonsumenten sofort hart zu bestrafen, doch das Cannabis verboten ist, hat sich trotz aktueller Lockerungen "verewigt". Dazu ein Zitat von Harry Anslinger: "Wer nun noch in den USA Marihuana legalisieren will, verstößt gegen internationale Übereinkommen. Nun kann mir niemand mehr innenpolitisch kommen. Außerdem haben wir international unseren Standpunkt durchsetzen können, was eine Bestätigung des Ansehens der USA ist". 
Man sieht am Beispiel der frühen amerikanischen Cannabispolitik, wie stark Drogenpolitik emotionalisiert und von Unwissenheit geprägt ist. Vordergründig scheint es, als gehe es um den Schutz der Gesellschaft, doch im Hintergrund stehen ganz andere Interessen und Interessengruppen. Es entwickelte sich also das Cannabisverbot in seinen Anfängen auf geradezu groteske Art und Weise. Aufbauend auf der Single Convention von 1961 wurden im Laufe der Jahre weitere internationale Abkommen beschlossen die (wie die Single Convention) auch in Österreich Gültigkeit besitzen.
Was geschah in Deutschland?
In Deutschland galt „gleich nach der Machtübernahme, im Mai 1933, und noch einmal im Januar 1934, wurde das Opiumgesetz (aus dem Jahre 1929) überarbeitet und indischer Hanf ausdrücklich als verboten spezifiziert“. Auf wessen Betreiben erfolgte dieses „echt führsorgliche“ Verbot? Durch die IG Farben, „Finanzier der Nazis, Betreiber des KZ Ausschwitz, Mithersteller des Giftgases Zyklon B für die Gaskammern der KZ“ und mit den Firmen DuPont und Standard Oil in finanziellem und geschäftlichem Kontakt verbunden.
Wahre Menschenfreunde eben, die nur unser Bestes wollen, wie jedem gleich ins Auge springen dürfte. Wir reden hier über Hanf, auch bekannt als Cannabis, Marihuana und Hasch. Die beiden letzten Begriffe stehen symbolisch für die bewusste Irreführung über die Pflanze, die unsere Ökoprobleme in etwa fünf bis zehn Jahren lösen würde, vorsichtig geschätzt.
Im Hanfbuch des Jack Herer und Mathias Brökers springen uns zwei Sätze geradezu an „Hanf ist die profitabelste Nutzpflanze, die man sich nur wünschen kann“. „Hanf ist der ertragreichste, am schnellsten nachwachsende Rohstoff der gemäßigten Klimazonen“. Dem darf vorbehaltlos zugestimmt und applaudiert werden.

Laut WWF „könnte der CO2-Ausstoß jährlich um eine Milliarde Tonnen gesenkt werden, wenn die wichtigsten Industrieländer 15% ihres Stromes aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugten“. Das würde eine erhebliche Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase bedeuten. Also warum wird diesbezüglich nichts unternommen? Der Hanf erfüllt genau diese Aufgabe mit Bravour und in noch höherem Maße. Bleibt das Verbot bestehen, werden die Wälder so lange abgeholzt bis wir wortwörtlich ersticken, weil wir Menschen dann nämlich nur noch Stickstoff atmen können.

Der Hanf war als Kulturpflanze auf verschiedenen Kontinenten stets geschätzt und reichhaltig genutzt. So wurden in einer frühgermanischen Graburne aus dem 5. Jahrhundert vor Christus Hanfsamen als Grabbeigabe gefunden. Papier wurde über zwei Jahrtausende lang aus Hanf hergestellt, bis die industrielle Revolution dem ein Ende setzte und seither der Rohstoff Wald dafür herhalten muss. Das ist gleichbedeutend mit der rasenden Zerstörung von Regenwäldern, die inzwischen irrsinnigerweise für die Papierherstellung genutzt werden.
Die Länder mit Regenwäldern wie Brasilien, Indonesien oder Thailand, befinden sich oft am Tropf des IWF, der zu 51% im Besitz des amerikanischen Schatzamtes ist, wie die Weltbank auch. In diese Riege gehört ebenfalls die BIZ, Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Diese Gesellschaften legen den Entwicklungsländern Verpflichtungen auf, die eine gründliche Ausbeutung der Rohstoffe des Landes fördern. Abgesehen davon sind sie, BIZ und IWF, laut Dr. John Coleman „nichts weiter als kriminelle Verrechnungsbanken für den Drogenhandel“. Zurück zum Vergleich von Holz und Hanf. Bei der Papierherstellung durch Holz gibt es Nachteile, die das Hanfverbot auch aus diesem Blickwinkel unverständlich machen. Aber bitte, lesen Sie selbst die addierten Vorteile des Hanf gegenüber Holz zur Papiergewinnung.

  1. Hanf erwirtschaftet die fünffache Menge an Papier bei gleicher Anbaufläche. Unschätzbar wertvolle Regenwälder werden zur Papiergewinnung herangezogen.
  2. Bei Holz wird Chemie eingesetzt, die sogenannte Leimung, um Papier zu gewinnen. Das belastet die Umwelt durch Sulfit und andere Stoffe. Zusätzlich steigt der Kohlendioxid-Gehalt in der Luft, eines unserer größten Umweltprobleme.
  3. Hanfpapier hat eine viel bessere Qualität als Papier aus Holz und hält mehrere hundert Jahre, während sich Holzpapier recht schnell auflöst. Die Schriftrollen der Antike waren auf Hanf geschrieben. Die heutigen Bücher vergilben und werden frühzeitig zu Staub zerfallen.
  4. Hanfpapier ist pH-neutral, Holzpapier sauer. Saurer Regen, saure Böden und übersäuerte Menschen. Erkennbare Parallelen zu unseren Umweltproblemen.

Die Unterbindung des Hanfanbaus bedingt die Rodung der Regenwälder dieser Welt. Aktuell mit einer Geschwindigkeit von über 23.000 Quadratkilometer pro Jahr allein im brasilianischen Regenwald. Die seither geflossenen Geldspenden waren noch nicht einmal eine Bremse beim Vernichten dieser Urwälder. Das hat einen ganz einfachen Grund. Genau dieses Geld ist verantwortlich für die Zerstörung der Regenwälder. Entweder regiert die Jagd nach läppischem Papiergeld oder der Erhalt von Natur. Mögen Sie und mit Ihnen die meisten Menschen Wälder? Ich tue es. Warum bleiben dann die Urwälder nicht erhalten?
Die Quittung für dieses kurzsichtige Verhalten ist schon parat, die Präsentation dürfte jedoch kaum für Erheiterung sorgen. Es sei denn, Sie besitzen eine Vorliebe für Wüsten, Unwetter und Hungersnöte.
Brasilien, das fünftgrößte Land dieser Erde, ist gleichzeitig das Wasserreichste. Eben weil der Wald das Wasser bindet und speichert. Der stetig steigende Wasseranteil der Atmosphäre belegt dies eindrucksvoll. Das zieht sichtbare Folgen nach sich, wie Überschwemmungen, Stürme und andere Wetterkapriolen. Der wachsende CO2-Gehalt in der Luft führt sich auf die Zerstörung der Regenwälder zurück, die den Kohlenstoff in Form von Holz binden und den Sauerstoff freisetzen. CO2, das durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und unsere ganze Lebensweise vermehrt zugeführt wird, kann nicht mehr in der Form des Holzes verarbeitet werden und der Treibhauseffekt ist geboren. Nebenbei kommt es zu einer Übersäuerung der Böden, der Meere und der Luft, da CO2 eine sauer reagierende Substanz ist. Die speziellen Vergiftungen aufgrund der chemischen Verfahren sollen nur pauschal angesprochen werden. 
Sofern man die Listen der Produktgruppen betrachtet, die aus Hanf hergestellt werden können, lässt sich leicht erkennen, wer fast ausschließlich vom Aussperren des Hanf profitiert.

  1. Herstellung von Öl und Treibstoff. Die größten Ölfirmen der Welt sind Exxon-Mobil, BP Amoco und Royal Dutch/Shell. Damit sind zwangsläufig zwei Namen verbunden, Rockefeller und Rothschild.
  2. Der Einsatz von Öl, verarbeitet von der Chemie, z.B. für die Autoindustrie. Da sind zu nennen DuPont und die Nachfolger der IG Farben.
  3. Grundstoffe für Lacke und Farben. Wieder fallen die Firmennamen BASF und DuPont.
  4. Medikamente und Heilmittel. Das ist der Bereich der Pharmabranche mit Vertretern wie Bayer, Merck, Eli Lilly, Pfizer, Abbott Laboratories, Bristol Myers Squibb usw. In diesem Bereich fallen drei Namen auf, Rothschild und Rockefeller wie gehabt, und auch die Familie Bush erscheint als „Besitzer beachtlicher Anteile an Unternehmen wie Lilly, Abbott, Bristol und Pfizer“. George Bush sen. War nach seiner aktiven CIA-Zeit Direktor von Eli Lilly und trat als vehementer Gegner von Cannabis auf.

Wir sehen darin den Ausdruck der Macht der Lobby von Öl-, Chemie-, Pharma- und Energiebranche. Jede Erfindung, die eine Umstellung von deren Produktionsanlagen nach sich ziehen oder sonstige Kosten mit sich bringen würde, wird geblockt, eingemottet oder verboten. Solange deren geldgierige Macht nicht durchbrochen wird, sind alternative Energien oder auch Heilmethoden, nur ein unerfüllbarer Wunschtraum. Wie gesagt, die Akteure marschieren unbeirrt in der Sackgasse Richtung Wand zu. Das englische Wort für Sackgasse liefert dabei einen ausgezeichneten Vorgeschmack auf das zu erwartende Ziel. „Dead end“, genau das blüht uns Menschen. 
Wir bräuchten kein einziges Kraftwerk, wenn der Hanf zur Energieerzeugung aus Biomasse herangezogen würde. Es lässt sich auch ganz gut ermessen, was ein legalisierter Hanf mit allen Nutzungsmöglichkeiten für diese Unternehmen bedeuten würde. Schlicht gesagt, keine Profite mehr auf Kosten von Mensch und Natur. Mit den befreienden Folgen für alle Lebewesen.
Aus Hanf können Nahrungsmittel, Speiseöle, Treibstoff, Kunststoffe aller Art und Baustoffe hergestellt werden. Beim Rauchen von Hanfzigaretten wurde in langjähringen Untersuchungen nicht ein einziger Fall von Lungenkrebs festgestellt, da der Rauch über sechzig therapeutische Wirkstoffe enthält, bei 400 bekannten und mehr als 1000 vermuteten Inhaltsstoffen. Tabak enthält über 1000 giftige Substanzen, wobei viele Suchtstoffe hinzugegeben werde, um die Raucher ganz gezielt am Glimmstängel halten zu können. Tabak reagiert übrigens radioaktiv wie Öl auch. Beide Stoffe sind krebserregend. Hasch oder Marihuana laut sämtlicher Studien nicht. Hanf ist ein guter Dämmstoff, im Gegensatz zu Asbest. 
Es folgt jetzt kurz die Chronologie des Cannabisverbotes in Deutschland. Die ersten Schritte erfolgten 1929 auf Geheiß der IG Farben, da wurde Cannabis indica verboten. Interessant ist hierbei die exakte zeitliche Übereinstimmung mit dem Kooperationsvertrag von IG Farben und der Standard Oil des John Davison Rockefeller. Damit konnte Standard Oil das nötige Öl nach Deutschland liefern und dieses brauchte nicht mehr aus Hanf hergestellt werden. 1933 und 1934 wurde dieses Verbot verfeinert und erhärtet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dieselben Seilschaften sofort wieder aufgenommen. Die gleichen Akteure beherrschten wieder das Bühnenbild und 1971 wurde sogar der THC-armen Art Cannabis sativa mit Verfeinerung des Opiumgesetzes in Gestalt des Betäubungsmittelgesetztes der Garaus gemacht. Und 1981 wurden dann sämtliche Bestandteile von Hanf, auch die THC-freien, verboten. Wieder auf Initiative exakt derselben Firmen, die vor dem Krieg schon ihr Unwesen getrieben hatten.
Das Betäubungsmittelgesetz von 1971, in dem das erste Mal Heroin verboten wurde, greift auf das Opiumgesetz des III. Reiches zurück. Das späte Verbot von Heroin verwundert schon, vor allem in Anbetracht des sehr frühen Stopschildes für Cannabis.

Im Betäubungsmittelgesetz wird in drei Kategorien unterschieden.
Anlage I umfaßt die nicht verkehrsfähigen Stoffe. Diese sind in der BRD allenfalls im illegalen Verkehr erhältlich. Sie sind gesundheitsgefährdend oder werden nicht zu therapeutischen Zwecken benötigt“.
In Anlage II sind die verkehrsfähigen Betäubungsmittel aufgeführt, die nur als Rohstoffe, Grundstoffe, Halbsynthetika und Zwischenprodukte verwendet werden, die jedoch in Zubereitungen nicht als Betäubungsmittel verschreibungsfähig sind“.
Anlage III enthält die verkehrs- und verschreibungsfähigen Betäubungsmittel“.

Cannabis fällt in die Kategorie I. Kokain und Opium in die Kategorie III. Sehr verwunderlich. Wenn Sie dann noch die Wirkungsunterschiede zwischen Opium und Cannabis sehen, gehen Ihnen die Augen auf. 
Das von Bayer vor 1900 patentierte Heroin wurde wie gesagt erst 1971 verboten und bis dahin eifrig als Heilmittel und Medikament eingesetzt. Der bedeutend früher geblockte Hanf weist eine bemerkenswerte Liste an Krankheiten auf, bei denen er Linderung und zum Teil außerordentliche Heilungserfolge erzielt. Laut Jack Herers und Mathias Bröckers Hanfbuch wird ausgeführt, daß Cannabis bei  vielen Krankheiten hilft oder heilt.

Alkohol und Tabak gefährlicher als LSD und Ecstasy

40 britische Psychiater, Epidemologen, Chemiker und Forensiker haben die Gefahr legaler und illegaler Drogen verglichen. Ihr Ranking wird von Heroin und Kokain angeführt - doch Alkohol folgt auf Platz Fünf, Nikotin auf Platz Neun.

Alkohol und Tabak zählen zu den Top-Ten der gefährlichsten Drogen. Sie sind für die Gesundheit der Konsumenten und für die Gesellschaft gefährlicher als die verbotenen Stoffe Cannabis, LSD und Ecstasy, berichtet der Pharmakologe David Nutt von der Universität von Bristol im Fachjournal Lancet (Bd.369, S.1047, 2007). 

Das Ranking wird angeführt von Heroin, gefolgt von Kokain, Schlafmitteln der Barbiturat-Klasse und nicht für therapeutische Zwecke eingesetztem Methadon. Alkohol folgt vor allem wegen der körperlichen Langzeitschäden auf Platz Fünf, Nikotin auf Platz Neun. 

40 britische Psychiater, Epidemologen, Chemiker und Forensiker beurteilten neun verschiedene Gefahren des Missbrauchs von legalen und illegalen Drogen. Zu den Kriterien gehörten körperliche Schäden, wie etwa der plötzliche Tod durch Atemdepression bei Heroinmissbrauch, die Stärke des Abhängigkeitspotentials, Folgen für das soziale Umfeld, sowie öffentliche Gesundheitskosten. 

Aus den Punktewerten der Spezialisten erstellte Nutt eine Rangliste, die sich stark von behördlichen Klassifikationen unterscheidet: „Dass der Konsum von Alkohol und Nikotin legalisiert ist, erscheint aus wissenschaftlicher Sicht vollkommen beliebig“, kritisiert Nutt: „Das derzeitige System ist durch und durch krank.“ 

Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen bestätigen die Gefährlichkeit der legalen Stoffe mit Suchtpotential, die allerdings auch von viel mehr Menschen konsumiert werden als sogenannte harte Drogen: Alkoholmissbrauch fordert in Deutschland 42.000 Tote pro Jahr, an den Folgen des Rauchens sterben sogar 110.000 Personen jährlich. 

Dem stehen 1326 Menschen gegenüber, die im vergangenen Jahr am Konsum illegaler Drogen starben. „Die Gefahren des Konsums von Alkohol und Nikotin werden völlig unterschätzt“, sagt Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie der Berliner Charité: „Betrachtet man allein medizinische Kriterien, müsste Nikotin auf Platz Eins und Alkohol auf Platz Zwei der Liste stehen.“

Angesichts dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse regt Nutt eine Diskussion der behördlichen Bestimmungen an: „Sie sollten in Zukunft auf sachlichen Beurteilungen und nicht auf Vorurteilen und Annahmen basieren.“ Nutt glaubt, dass ein Klassifikationssystem, bei dem Experten die Gefahren einschätzen, transparenter und geeigneter sei. 

Das Bundesgesundheitsministerium nimmt die neue Studie ernst und will sie nun auf ihre wissenschaftliche Stichhaltigkeit prüfen. Sollte man sich daraufhin dazu entscheiden, einzelne Suchtmittel in ihrer Gefährlichkeit umstufen wollen, müsste dies jedoch auf internationaler Ebene geschehen, heißt es aus dem Ministerium. Gelegenheit dazu bietet sich erst wieder im nächsten Jahr, wenn der Suchtstoff-Kontrollrat der UNO tagt.

Inzwischen fordern Ärzte, den Zugang zur Behandlung von Abhängigkeit von legalen Drogen zu verbessern: „Es ist nicht gerechtfertigt, dass die Krankenkassen die Behandlungskosten von Nikotin-Abhängigen nicht tragen“, so Heinz, „Das hat mit medizinischen Erkenntnissen nichts zu tun.“ 

(SZ vom 26.3.2007)

 

 

Nach allen bekannten Studien kann die Cannabisprohibition nur als ideologisch verstanden werden.

Ich fordere den Staat auf hier Klarheit zu schaffen, und die Gesetzgebung an die Realität anzupassen, denn Sie werden eines Tages die Verantwortung dafür tragen müssen.

Warnung: CANNABIS LÖST SEHR SCHWERE PSYCHISCHE PROBLEME BEI NICHTKONSUMENTEN AUS. BIS HIN ZU PARANOIDER STRAFVERFOLGUNG VON KONSUMENTEN. UND VERBEITUNG VON WAHNVORSTELLUNGEN ÜBER KONSUMENTEN.

 

 

Anhang A

Jah 
... ist die Bezeichnung für Gott in der Rastafari Religion und wurde wahrscheinlich aus der hebräischen Bezeichnung Jahwe für Gott abgeleitet.
Rastafari entstand Anfang des 20. Jahrhundert auf Jamaika. Der schwarze Jamaikaner Marcus Garvey lehrte die Ebenbürtigkeit der Schwarzen und Weißen. Er trat für die Rückführung aller Schwarzen nach Afrika ins einzige nie kolonialisierte Land Äthiopien ein. Er predigte die Ablehnung des westlichen Wertesystems und begründete die "Back to Africa" Bewegung in Jamaika. Garvey soll gesagt haben "Schaut nach Afrika, wenn ein schwarzer König gekrönt werden wird, dann ist der Tag der Erlösung nahe". Allerdings ist sehr umstritten ob dieser Satz wirklich von Ihm stammt.
1930 wurde Prinz Ras Tafari Makonnen in Äthiopien zum Kaiser gekrönt. Von nun an nannte er sich Haile Selassie (Kraft der Dreieinigkeit). Als die Anhänger Garveys in Jamaika davon hörten wurde für sie Garveys Prophezeiung war. Haile Selassie wurde als Reinkarnation von Jah angesehen und so bildete sich langsam die nach seinem bürgerlichen Namen benannte Religion Rastafari. Leonard Howell verbreitete auf Jamaika die Glaubensgrundsätze der Rastafarians und predigte von der Göttlichkeit Haile Selassies. Durch diese neue Identität der Schwarzen auf Jamaika stieg das Selbstwertgefühl und die Religion bekam massenhaft Zulauf.
Wichtigste Quelle der Religion ist die Bibel, vor allem die Offenbarung des Johannes im Neuen Testament.
Die meisten Rastafarians sind Vegetarier und trinken keinen Alkohol. Gemeinsam Marihuana rauchen ist für gläubige Rastafari ein Ritual. Zum Ausdruck der Naturverbundenheit tragen sie Dreadlocks die auch als Antennen zu Gott verstanden werden. Weltweit gibt es circa 5 Millionen Anhänger dieser Religion.

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